Firmung 2020 - Termin wird verschoben

Das Sakrament der Firmung sollte am Sonntag, dem 5. Juli 2020 von Weihbischof Dr. Gerhard Schneider gespendet werden. Inzwischen wurden von der Diözese alle Firmtermine bis Sommer abgesagt. Ein neuer Termin ist bisher noch nicht bekannt.

Gestärkt von Gottes Geist

In sieben Gruppen bereiten sich in diesem Jahr 62 Jugendliche aus unserer Seelsorgeeinheit auf ihre Firmung vor. In einer Zeit, in der viele Menschen enttäuscht ihre Kirchengemeinden verlassen trauen sich diese Jugendliche, sich auszutauschen über ihre Glaubenserfahrungen. Und sie erleben dabei europäische Unterschiede. Da viele Eltern der Jugendlichen ganz andere Kirchenerfahrungen mitbringen, weil sie ihren Glauben z.B. in Italien, Kroatien oder Polen erlebt haben, zeigt sich im Austausch der „nächsten Generation“, wie vielfältig das katholische Miteinander in Europa ausgeprägt ist.
Gerade daran setzt die Firmvorbereitung an. Denn wenn die Jugendlichen am Firmtag ihr JA zum apostolischen Glaubensbekenntnis bekräftigen, dann kann dies ehrlicherweise nur gelingen, wenn sie zumindest eine Ahnung von der eigenen Gottesbeziehung haben. Und diese Gottesbeziehung lässt sich nicht in feste Regeln pressen. Denn die Jugendlichen erleben ja an ihrem eigenen Lebensweg, wie unterschiedlich die Wege von uns Menschen sind.
Wenn es durch die Begegnungen und Gespräche in den Firmgruppen gelingt, die Hoffnung auf Gottes Begleitung für den eigenen Weg zu stärken, dann macht die „Besiegelung mit dem Heiligen Geist“ am Firmtag Sinn. Dann kann die Freude überspringen, die dazu einlädt, diesen Weg mit Gott weiterzugehen. Damit solche Entdeckungen gelingen stellen sich, Gott sei Dank, die Begleiterinnen und Begleiter der Firmgruppen dieser Aufgabe, die Jugendlichen in ihrer Suche zu bestärken. Das beginnt oft damit, die vorhandene Sprachlosigkeit beim Thema „Ich und Gott“ einfach auszuhalten. Und dann die Jugendlichen mitzunehmen auf Begegnungen mit anderen Christinnen und Christen, die ihren Glauben zu leben versuchen in ihrem Alltag und in den vielfältigen Gruppen und Kreisen in unseren Gemeinden. Wenn es gelingt, aus solchen Begegnungen ins eigene Nachdenken zu kommen, dann ist die Firmvorbereitung ein guter Weg, um zu einem mündigen Christsein zu gelangen. Dazu bleibt es wichtig, für jeden einzelnen in unserer Seelsorgeeinheit, wenn sich die Begegnung mit Firmlimgen ergibt, dies als Chance zu entdecken, auch für das Nachdenken über unsere eigenen Glaubenswege. Wenn wir die Zeit bis zum Firmtag am 5. Juli 2020 dazu immer wieder nützen können wir dann wirklich mitsingen, beim Lied: „Eingeladen zum Fest des Glaubens.“
Norbert Pauler GR